Ludwig Koch

Vom „Starter-Kit“-Bier zum Kultbier in der Region

Ein Mann im grünen Shirt steht vor einem großen Fenster. Er hält ein Bier in der Hand und lächelt in die Kamera.

Ludwig Koch im Portrait.
© Florian Petersilka | BEWEGTERBLICK - Agentur für Film und Kommunikation GmbH

Der erste Brauversuch in der Kinderstube mit einem „Bierbrau-Starter-Set“ ließ noch nicht darauf schließen, was aus Brauermeister Ludwig Koch einige Jahre später werden würde - ein leidenschaftlicher HeimatUnternehmer, der liebt, was er tut. Immer mit Blick auf seine Region. Jetzt ist es für ihn an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen.

Seit 2016 braut Ludwig Koch Bier. Und davon ganz schön viel. Die Leidenschaft dafür entwickelte sich in seinem Kinderzimmer. Dort versuchte er sich an einem DIY-Bierbrau-Kasten. Die erste Charge, die er damit produzierte, sei zwar leider ungenießbar gewesen, jedoch weckte genau dieser Umstand seine Experimentierfreude und gab ihm ein klares Zeichen, wo seine Zukunft ihn hinbringen würde: „Ich habe eigentlich schon immer gewusst, ich will mich selbstständig machen.“ Um diesen Traum verwirklichen zu können, begann er seine Lehre zum Brauer, bildete sich weiter zum Braumeister und wartete mit seinem damaligen Geschäftspartner nur noch auf die Gelegenheit und ein geeignetes Gebäude, um eigenes Bier zu brauen.

Dem Zufall geschuldet wurden Koch und sein Geschäftspartner auf die seit über 30 Jahren leerstehende Immobilie, eine ehemalige Metzgerei in Floß, aufmerksam. Nach der Besichtigung dieses Gebäudes war schnell klar, dass hier nicht nur viel Sanierungsarbeit anstehen wird, sondern auch sehr viel Potential in den Wänden steckt. Mit viel Engagement, Fleiß und Unterstützung der Raiffeisenbank konnten die beiden Unternehmer die ehemalige Metzgerei schnell zu einer kleinen Brauerei umfunktionieren, in der seitdem wöchentlich ca. 40 Hektoliter Bier gebraut wird. HeimatUnternehmer Koch lässt sich regelmäßig von seiner Experimentierfreude leiten – so hat er mittlerweile schon über 100 verschiedene Sorten kreiert.

Das Sortiment der Flosser Biere ist dementsprechend sehr abwechslungsreich - neben den beständigen Sorten wie beispielsweise dem klassischen Hellen, gibt es immer wieder Saison-Biere in den unterschiedlichsten Geschmäckern und in angesagten Packaging-Designs. Jüngst hat sich Koch mit vielen anderen Brauereien aus der Region, unter anderem auch mit HeimatUnternehmer Lino Molter, zusammengeschlossen, um ein Festbier für den Landkreis Neustadt zu kreieren. In Kooperation mit den Stiftlandgrillern hat er außerdem ein Bier gebraut, das perfekt zu dem Verein passt. Ludwig Koch ist also schon jetzt gut vernetzt unter den HeimatUnternehmer*innen. Das findet er gut so: „Ich habe meine Region sehr gerne und deswegen passt das auch so gut, wenn man zusammenarbeitet, sich vernetzt und gegenseitig unterstützt.“

Das Angebot an Bier und die regionale Marke, die Koch geschaffen hat, kommt in der Region gut an. Vor allem der Mittwochs-Stammtisch mit einer „Feierabendhalben“ und regionaler Brotzeit vom Metzger nebenan, wird von den Flosser Bürger*innen gerne angenommen und trägt aktiv dazu bei, den Dorfkern zu beleben. Zum aktuellen Zeitpunkt beschäftigt er drei Vollzeit-Kräfte und 12 Minijobber*innen, die ihn an den offenen Mittwochen in der Gaststätte unterstützen. Sein neuer Geschäftspartner Fabian kümmert sich um die Büroorganisation und -verwaltung. Brauer Julian um die Braustätte.

Für Koch und sein Team soll es in Zukunft aber noch weiter gehen. Da die Nachfrage an seinen Produkten so hoch ist, möchte er die Kapazität von ca. 1.750 Hektolitern Bier auf mindestens das Doppelte erhöhen. Um das realisieren zu können, ist eine größere Braustätte notwendig. Hier ist er bereits aktiv mit HeimatEntwickler Veit Reisberger auf der Suche nach einem passenden Grundstück oder Gebäude. Überstürzen möchte er allerdings nichts: „Es muss richtig sein. Das Grundstück muss passen, die Lage muss passen und es muss sich einfach richtig anfühlen.“

Bis das Projekt allerdings losgehen kann, hat er noch viele andere Ideen in petto, die dieses Jahr noch realisiert werden, so wie beispielsweise ein Bier-Adventskalender mit 24 verschiedenen Bieren der Marke „Brauhaus Floss“, ein WM-Bier und das „Hopfenzupferfest“ im September.

„Ein positiv Verrückter. Als Arbeiter, Profi und Visionär.“, beschreibt ihn HeimatEntwickler Veit Reisberger und ist froh, diese Art Mensch bei der Realisierung seiner Pläne begleiten zu dürfen. Denn diese Prise „Verrücktheit“ bewegt letztlich auch die Region. Und macht aus Bierbrau-Starterkits eine regionale Marke.

Kontakt
Brauhaus Floß GmbH
Ludwig Koch
Graf-Gebhard-Str. 4
92685 Floß

https://www.brauhaus-floss.de
instagram: @brauhausfloss
facebook: Brauhaus Floß GmbH

Regierungsbezirk: Oberbayern