Franziska und Wolfgang Wörle

Chancen für die bäuerliche Landwirtschaft - und eine starke Beere

HeimatUnternehmer und Landwirt Wolfgang Wörle und seine Tochter Franziska in einem ihrer Aronia Felder, biologische Landwirtschaft im Allgäu, Amaranth, Buchweizen, Waldstaudenroggen, alternativer Ackerbau, welche Pflanzen klimaresistent, Superfood

Die Anbau-Pioniere Franziska und Wolfgang Wörle sind HeimatUnternehmer aus Überzeugung für Netzwerke und Wissensaustausch
© Allgäupablisher

„Die Aronia-Beere ist einfach ein Wunderding!“ Wenn HeimatUnternehmerin Franziska Wörle von ihren Schützlingen auf dem Feld erzählt, strahlen ihre Augen. „Sie ist nicht nur sehr gesund, sondern passt auch zu unserer Anbauregion und ist eine gute Partie im Kampf gegen den Klimawandel.“ Franziska und ihr Vater Wolfgang Wörle haben ihre Landwirtschaft in Honsolgen bei Buchloe seit 2013 auf den Anbau von Aroniabeeren spezialisiert. Mit Buchweizen, Amaranth und Waldstaudenroggen kamen weitere Anbauergänzungen hinzu. Inzwischen betreiben sie 6ha Bio-Ackerland. Und sind Feuer und Flamme für ihre Nischenprodukte.

„Als wir entdeckt haben, dass die Aronia zu unseren landwirtschaftlichen Standortbedingungen gut passt und außerdem sehr gesund ist, haben wir uns richtig gefreut“, sagt HeimatUnternehmer Wolfgang Wörle, der damals hauptberuflich als LKW-Fahrer arbeitete. „Wir wollten für unseren Betrieb immer etwas finden, was weder die Böden auslaugt noch Nutztiere belastet.“ Hier kann die Aroniapflanze punkten. Deshalb nahm Wolfgang Wörle die Landwirtschaft wieder voll auf, fing an, Sträucher zu pflanzen und sich mit Anbau, Ernte und Verarbeitung zu beschäftigen.
Inzwischen stellen die Wörles die als sehr gesund eingeschätzten und auch für Diabetiker geeigneten Säfte und weitere vielfältige Aronia-Produkte für eine hohe Nachfrage her, sogar Aronia-Wein gibt es. Die auch Apfelbeere genannte Frucht gilt als „Superfood“ und ist eine sinnvolle Ergänzung in der regionalen Nahrungspalette.
„Toll, dass wir inzwischen die Region Lechfeld und Allgäu mit mehreren frischen und schonend verarbeiteten Produkten im Direktvertrieb versorgen können“, erläutert Franziska Wörle. „Wir haben uns gegen einen Online-Shop entschieden, denn wir finden, ein bewusst regional erzeugtes Produkt sollte auch vor Ort konsumiert werden.“ So sind die Aronia-Produkte in vielen Bio- und Unverpacktläden der Gegend, aber auch bei regionalen Standorten einer Supermarktkette erhältlich.
Franziska ist eigentlich studierte Fahrzeugtechnikerin, steckt aber mittlerweile mit ihrem Freund tief in der familiären Landwirtschaft: „Es befriedigt sehr, wenn man mit den eigenen Händen etwas leisten kann, was sowohl der Natur wie auch den Menschen zugutekommt. Wir haben unseren Anbau zum Beispiel um Buchweizen ergänzt. Buchweizen trägt auch zur Bodenfruchtbarkeit bei, ist hier klimakompatibel und wird von den Verbraucherinnen und Verbrauchern in der Region dankbar angenommen. Was will man mehr?“
Echte „Lebens-Mittel“ möchten die Wörles erzeugen, ihren Hof zukunftsfähig machen und die Region mit bewusster Landwirtschaft, die im Einklang steht mit den natürlichen Kreisläufen, stärken. Und was heißt das konkret?
Franziska lacht und erklärt: „Unser Wunsch ist es, uns mehr mit anderen Ackerbauern zu vernetzen, um Wissen und Erfahrung rund um pfluglosen Ackerbau, regenerative Bodenbewirtschaftung und innovative Anbaumethoden auszutauschen. Auch wollen wir uns gemeinsam mit anderen dafür einsetzen, Liefer-, Verarbeitungs- und Absatzstrukturen für nachhaltige und regionale Lebensmittel zu stärken.“
Für diese Vernetzung steht für Wolfgang Wörle eben genau HeimatUnternehmen mit seiner Vielfalt an Ideen und Wissen, wo auch Chancen für kleine Betriebe sichtbar werden.

Allgäu Aronia
Wolfgang, Ines und Franziska Wörle
Im Kreuzacker 1
86807 Buchloe-Honsolgen
www.allgaeu-aronia.de

Regierungsbezirk: Schwaben